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Mondholz: einzigartiger Werkstoff für unseren Neubau 

Obwohl schon seit der Antike als Baumaterial bekannt, ging das Wissen um die besonderen Eigenschaften des Mondholzes mit der Zeit mehr und mehr verloren. Forschende von der ETH Zürich haben sich dem Holz gewidmet und Faszinierendes herausgefunden. Was macht diesen geheimnisvollen Werkstoff aus, den die Klinik Arlesheim für ihren Neubau gewählt hat?

Seit Jahrtausenden wissen Menschen überall auf der Welt, dass der Zeitpunkt des Fällens eines Baums grundlegende Folgen für die Qualität des Holzes hat. So wurde Bauholz schon zuzeiten Caesars nur bei abnehmendem Mond geschlagen. Mit der Zeit verdrängten künstliche oder chemisch verarbeitete Stoffe das Holz als natürliches, nachwachsendes Baumaterial – damit ging auch das Wissen über diesen für die Entwicklung der Menschheit so wichtigen Rohstoff verloren.  

ETH Zürich lüftet das Mondholz-Geheimnis

Es ist nicht frei von einer zarten Ironie, dass gerade eine der renommiertesten technischen Hochschulen der Welt dazu beigetragen hat, die überlieferten Kenntnisse unserer Vorfahren zum Mondholz als Baustoff wiederzubeleben. Ein Forschungsteam der ETH Zürich um den Forstingenieur und Professor für Holzwissenschaften, Dr. Ernst Zürcher, konnte 2003 wissenschaftlich nachweisen, dass Bäume exakt mit den Gezeiten der Meere mitschwingen: Bei zunehmendem Mond wird ihr Stamm dicker, bei abnehmendem dünner. 

Vorteile von Mondholz als Baustoff

Dass dies auch Auswirkungen auf die Qualität des Holzes hat, zeigten Prof. Zürcher und seine Kolleg:innen mittels sogenannter Bewitterungsversuche. Hierfür wurden unterschiedliche Holzproben echter Witterung ausgesetzt. Ergebnis: Mondholz, also Holz, das bei abnehmendem Mond geschlagen wird, erwies sich als dauerhafter und witterungsbeständiger als konventionell geerntetes Holz. Die Erklärung ist so einfach wie faszinierend: Mondholz hat mehr gebundenes Wasser in seinem Inneren und zieht sich bei der Trocknung deshalb stärker zusammen. Dadurch wird es dichter, härter und resistenter gegen Pilze, Keime und Insekten. Mondholz ist robuster als konventionelles Holz, es arbeitet weniger und zieht sich im Laufe der Zeit weniger zusammen. Auch gegen Flammen ist es beständiger, was insbesondere relevant wird, wenn es als Baumaterial zum Einsatz kommt. 

Mondholz für den Neubau: Charakteristik und Ernte

Für den Neubau der Klinik Arlesheim wird ausschliesslich PEFC-zertifiziertes, also garantiert nachhaltig gewonnenes Mondholz von Holz100 verwendet. Und auch in puncto Regionalität nimmt der Neubau der Klinik Arlesheim eine Vorreiterrolle ein, denn das verbaute Mondholz wird ausnahmslos aus Wäldern in Österreich und der Schweiz bezogen.  

 

Für die Ernte und Verarbeitung des Mondholzes gelten besondere Regeln. Das Holz muss nicht nur bei abnehmendem Mond, sondern auch im Winter geschlagen werden. Also in der Saftruhe, wenn der Flüssigkeitstransport innerhalb des Baums auf ein Minimum reduziert ist. Anschliessend bekommt es ein bis zwei Jahre Zeit, um langsam an der Luft zu trocknen, bis es eine Holzfeuchte von etwa 18 Prozent erreicht hat. Da das Mondholz erst mit 9-10 Prozent Holzfeuchte einsatzbereit ist, wird es im Anschluss technisch nachgetrocknet. 

«Wir leben besser, indem wir die Rhythmen und Kreisläufe der Natur nutzen und uns von den Kräften der Wälder tragen lassen.»

Holistische heilende Architektur

Mit Mondholz als Baumaterial verfolgt die Klinik Arlesheim einen ganzheitlichen Ansatz, in dem der Mensch im Einklang mit der Natur lebt und gemeinsam mit und aus ihr Kraft schöpfen kann. Das Wohl unserer Mitarbeitenden, unserer Patientinnen und Patienten sowie der Natur, in der wir alle zuhause sind, steht für uns an oberster Stelle. Diese Überzeugungen leben wir, und sie finden sich auch in der Wahl der Materialien wieder, die wir für den Neubau unserer Klinik gewählt haben. 

 

Auf diese Weise zeigen wir, dass ganzheitliches Denken und Nachhaltigkeit im Bauen und in der Medizin tatsächlich umsetzbar sind. Der Neubau der Klinik Arlesheim übernimmt damit eine Leuchtturmfunktion, die weit über die Grenzen unseres Kantons und der Schweiz hinausstrahlt. Er soll Menschen überall auf der Welt zeigen, dass auch andere, am Wohl der Menschen und der Natur orientierte Arten des Bauens und der Medizin möglich sind. 

Sie möchten mehr über Mondholz erfahren?

In Erwin Thomas Bestseller «Die geheime Sprache der Bäume» teilt der angesehene Holzexperte und Förster seine jahrzehntelangen Erfahrungen über die Wunder und Geheimnisse des Waldes. Die Anwendungen dieses Wissens der Bäume sind vielfältig. Sie reichen vom heilend-gesunden Wohnen bis hin zum uralten Mondholz.    

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